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KI im Webdesign

Zero-Click und KI-Antworten: warum Websites 2026 neu gedacht werden müssen

1. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit

Ein Augsburger Berater fordert einen Neuanfang für das klassische Webdesign. Aktuelle Studien liefern harte Belege: fast 60 Prozent aller Suchen enden auf Google, Suchergebnisse mit KI-Antwort verlieren bis zu 79 Prozent Klicks.

Illustration: klassisches Browserfenster mit KI-Antwort-Overlay in Dark und Lime

Klassisches Webdesign steht am Wendepunkt. So die These einer aktuellen Pressemitteilung von Andre Eberle, Inhaber von Eberle Consulting aus Augsburg. Der Berater beschreibt darin die Website als digitale Trust-Basis, nicht mehr als alleinigen Einstiegspunkt. Was in PR-Meldungen oft nach Marketing-Sprech klingt, findet in aktuellen Studien ein deutliches Echo.

„Die Webseite stirbt nicht. Aber sie verliert ihre Rolle als alleiniger Einstiegspunkt.“

Andre Eberle, Eberle Consulting

Zero-Click ist längst Alltag

Die aktuelle Semrush-Auswertung von zehn Millionen Keywords zeigt: 58,5 Prozent der Suchen in den USA und 59,7 Prozent der Suchen in Europa enden komplett auf der Google-Ergebnisseite. Kein Klick, keine Website-Session, kein User-Kontakt für die dahinterliegenden Firmen. Mobile Nutzer erleben Zero-Click sogar 66 Prozent häufiger als Desktop-Nutzer.

KI-Antworten drücken den CTR

Der aktuellste Datenpunkt zu den Google AI Overviews stammt von der US-Agentur Seer Interactive. Zwischen Juni 2024 und September 2025 hat sie rund 3.100 informationale Suchanfragen bei 42 Organisationen ausgewertet, mit 25 Millionen organischen Impressionen. Ergebnis: sobald in einem Suchergebnis eine KI-Antwort erscheint, bricht der organische Klickpfad um 61 Prozent ein, von 1,76 auf 0,61 Prozent. Bezahlte Anzeigen verlieren im gleichen Setting 68 Prozent CTR.

Eine unabhängige Ahrefs-Studie mit 300.000 Keywords aus dem Dezember 2025 kommt für die organische Top-Position auf einen Rückgang von 58 Prozent. Der SEO-Anbieter Authoritas misst je nach Query bis zu 79 Prozent Klick-Verlust auf dem obersten organischen Treffer, sobald die KI-Antwort erscheint.

Wichtig für die Einordnung: die Präsenz der AI Overviews schwankt. Bei Semrush stiegen sie von 6,49 Prozent aller Keywords im Januar 2025 auf rund 25 Prozent im Juli, fielen bis November wieder auf 15,69 Prozent. Die Belastung ist real, aber ungleich verteilt, informationale Anfragen trifft sie am härtesten.

Was das für Webdesigner bedeutet

Für Agenturen und freie Webdesigner verschiebt sich damit der Auftrag. Eine Website, die nur schön aussieht, verliert an Wirkung, wenn sie im entscheidenden Moment gar nicht mehr angeklickt wird. Was heute zählt: klare Antwortstrukturen, damit Google und ChatGPT einzelne Passagen sauber zitieren können; nachvollziehbare Trust-Signale, damit die Marke überhaupt in KI-Ergebnisse einfließt; und Landeseiten, die eine erste Interaktion in Sekunden auslösen, weil der organische Traffic seltener und teurer wird.

Der PR-Impuls aus Augsburg trifft insofern einen realen Nerv. Die Zahlen zeigen: nicht das Design an sich ist am Ende, sondern das Rezept, eine Site einfach hinzustellen und auf Suchmaschinen-Klicks zu hoffen.

Wer als Agentur regionale Betriebe mit veralteten oder KI-unfreundlichen Websites gezielt finden will, kann bei findflix im Webdesign-Leads-Pillar vorsortierte Kaltakquise-Ziele mit belegten Schwachstellen abrufen.