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Page Builder & Tools

Elementor streicht 100 Stellen: Wie die KI den Website-Bau umkrempelt

30. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit

Nach Wix trifft die KI-Welle nun auch Elementor: Der WordPress-Page-Builder streicht rund 100 Stellen, 30 Prozent der Belegschaft. Was die Verschiebung für Webdesigner bedeutet, und wo jetzt der eigentliche Wert liegt.

100 Stellen weg, 30 Prozent der Belegschaft

Elementor, einer der größten Page-Builder für WordPress, streicht rund 100 Stellen, etwa 30 Prozent seiner Belegschaft. Das Unternehmen kündigte den Schritt am 29. Juni 2026 an und nennt einen klaren Grund: Die KI verändert gerade von Grund auf, wer Websites baut und wie. Für Webdesigner ist das ein Signal, das weit über Elementor hinausreicht.

Wie das Wirtschaftsmedium Globes und die Jerusalem Post berichten, berief Elementor rund 100 Mitarbeiter zu Anhörungen ein, bevor die Kündigungen ausgesprochen wurden. CEO und Mitgründer Yoni Luksenberg begründete den Einschnitt mit dem Tempo der technologischen Umwälzung. Elementor wolle zu einer schlanken, flachen und agilen Organisation werden, die sich auf das Kernprodukt und die Community konzentriere. Konkret fallen Management-Ebenen weg. Den ausscheidenden Mitarbeitern sagte das Unternehmen ein erweitertes Unterstützungspaket und Konditionen über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus zu.

Zur Einordnung der Größe: Elementor wurde 2016 gegründet, betreibt nach eigenen Angaben rund 25 Millionen Websites und ist auf etwa 13 Prozent aller Websites weltweit installiert. Das Unternehmen gilt als profitabel und unabhängig und hat insgesamt 66 Millionen Dollar von Investoren wie Lightspeed eingesammelt.

Warum jetzt: die KI, nicht die Konjunktur

Bemerkenswert ist der genannte Auslöser. Luksenberg verweist ausdrücklich auf KI-Werkzeuge wie Claude Code und Cursor, die den Markt für den Website-Bau aufmischen. Die Rolle einer Website verschiebe sich, so das Unternehmen, von einer Oberfläche, die ein Mensch besucht, hin zu einer Oberfläche, mit der auch ein smarter Agent arbeitet.

Elementor ist damit nicht allein. Erst vor rund einem Monat hatte der Website-Baukasten Wix laut den Berichten etwa 1.000 Stellen gestrichen, rund 20 Prozent der Belegschaft, und nannte ähnliche Gründe: die Anpassung an die KI-Ära sowie strukturelle Belastungen wie den starken Schekel gegenüber dem Dollar.

Aufschlussreich ist der Unterschied zu früheren Sparrunden. Als Elementor 2022 rund 15 Prozent der Stellen abbaute, verwies das Unternehmen laut WP Tavern auf Inflation und eine drohende Rezession, also auf die Konjunktur. Diesmal ist es die Technologie selbst, die das Geschäftsmodell unter Druck setzt.

Was das für dich als Webdesigner heißt

Die Lehre ist nicht, dass Webdesign stirbt. Die Lehre ist, wohin der Wert wandert. Wenn selbst die großen Page-Builder schrumpfen, weil KI das reine Zusammenklicken von Seiten übernimmt, dann ist das Bedienen eines Tools kein Wettbewerbsvorteil mehr. Der Vorsprung liegt woanders: zu wissen, welches Unternehmen eine bessere Website braucht, und es als Erster anzusprechen.

  • Konkurriere nicht mit der KI bei der Produktion, sondern bei der Kundengewinnung. Eine Seite zu bauen wird billig, den richtigen Kunden zu finden und zu überzeugen bleibt wertvoll.
  • Nutze die Unruhe als Anlass. 25 Millionen Elementor-Seiten und ein Anbieter, der sich aufs Kernprodukt zurückzieht: Da draußen steht eine lange Liste von Unternehmen mit veralteten Seiten, die jemanden brauchen, der sie in die KI-Ära holt.

Genau hier setzt findflix an. Statt Kaltakquise ins Leere findest du gezielt lokale Betriebe mit schwachen Websites, samt Analyse und fertigem Pitch. Wie du daraus planbar Webdesign-Leads machst und deine Kundengewinnung auf ein System statt auf Zufall stellst, entscheidet, wer von dieser Verschiebung profitiert.

Das Fazit

Elementors Einschnitt ist ein Datenpunkt in einem größeren Muster: Die KI verändert nicht nur, wie Websites gebaut werden, sondern auch, wer damit Geld verdient. Für Webdesigner, die ihren Wert auf Kundenbeziehungen und Akquise statt auf ein einzelnes Tool stützen, ist diese Welle kein Risiko, sondern Rückenwind. Die Frage ist nur, ob du wartest, bis der Markt sich sortiert hat, oder ob du dir die Kunden holst, solange die anderen noch über Tools reden.