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SEO & Sichtbarkeit

XML-Sitemap

Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Datei, die Suchmaschinen wie Google eine vollständige Liste der indexierbaren URLs einer Website liefert. Sie ersetzt das Crawling nicht, sondern hilft Google, alle relevanten Seiten schneller und zuverlässiger zu finden.

Für dich als Webdesigner ist die XML-Sitemap selten der Grund, warum ein Kunde anruft, aber fast immer ein Punkt, an dem du im Pitch Kompetenz zeigen kannst. Auf vielen veralteten Kundenseiten fehlt sie ganz, oder sie listet längst gelöschte Seiten, Weiterleitungen und noindex-URLs mit, also genau den Müll, der Googles Vertrauen verwässert. Wenn du beim Erstgespräch kurz die /sitemap.xml oder /sitemap_index.xml der Interessenten-Website aufrufst und siehst, dass dort 404er oder gar nichts auftaucht, hast du ein konkretes, belegbares Problem in der Hand, statt vage von „SEO“ zu reden.

Praktisch gilt: Pro Datei sind maximal 50.000 URLs und 50 MB (unkomprimiert) erlaubt. Größere Projekte, etwa Shops oder Portale, splittest du auf mehrere Sitemaps und bündelst sie in einer Sitemap-Index-Datei. Bei den meisten deiner Kundenseiten übernimmt das ohnehin das CMS automatisch: WordPress generiert seit Version 6.5 eine Sitemap inklusive korrekter lastmod-Daten, Webflow und Framer liefern sie ebenfalls dynamisch mit. Das ist auch die sicherste Variante, weil die Datei sich bei jeder Inhaltsänderung selbst aktualisiert. Die Tags priority und changefreq kannst du getrost ignorieren, Google wertet sie nicht aus.

Ein Detail, das deine Arbeit von der eines Baukasten-Nutzers unterscheidet: lastmod behandelt Google binär. Stimmen die Datumsangaben verlässlich, nutzt Google sie als Frische-Hinweis. Stimmen sie nicht, etwa weil ein Plugin bei jedem Cache-Lauf alle Seiten auf „heute“ setzt, ignoriert Google das Feld komplett, und zwar für die ganze Domain. Beim Relaunch eines Kunden lohnt es sich also, die Sitemap in der Google Search Console einzureichen und dort die Indexierung zu prüfen, statt blind darauf zu vertrauen, dass „die Seite schon irgendwann gefunden wird“. Genau diese sauberen technischen Grundlagen sind es, die einen Relaunch von dir nachhaltig besser machen als das, was vorher da war.