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WordPress

WordPress ist das weltweit meistgenutzte Content-Management-System und treibt rund 40 Prozent aller Websites an. Es kombiniert einen freien Open-Source-Kern mit einem riesigen Plugin- und Theme-Ökosystem, mit dem sich vom kleinen Firmenauftritt bis zum Shop fast jede Website bauen lässt.

Für dich als Webdesigner ist WordPress meistens kein Wunschsystem, sondern Realität: Ein Großteil der lokalen Betriebe im DACH-Raum sitzt auf WordPress, oft mit einem Baukasten wie Elementor, Divi oder dem Block-Editor zusammengeklickt. Genau das macht es zur Goldgrube für Akquise. Veraltete Themes, Plugins ohne Update seit Jahren, eine zugemüllte Startseite, das siehst du WordPress-Seiten von außen an, und es ist ein konkreter Aufhänger fürs Gespräch. Wenn du in der Kaltakquise sagst „dein WordPress läuft auf einer Theme-Version von 2019, das ist ein Sicherheitsrisiko und bremst Google“, hast du sofort einen greifbaren Grund, warum ein Relaunch sich lohnt.

Für die Websites deiner Kunden hat WordPress zwei Gesichter. Du baust schnell und flexibel, lieferst dem Kunden ein vertrautes Backend, mit dem er Texte selbst pflegen kann, und findest für fast jede Anforderung ein Plugin. Der Preis dafür ist laufende Pflege: Core, Plugins und Theme wollen aktualisiert werden, sonst wird die Seite zum Einfallstor. Genau hier liegt dein wiederkehrendes Geschäft, ein Wartungs-Retainer für Updates, Backups und Security ist bei WordPress leichter zu verkaufen als bei einem geschlossenen System wie Webflow, weil der Kunde den Pflegeaufwand selbst spürt.

Stärken

  • Riesiges Plugin- und Theme-Ökosystem, fast jede Kundenanforderung ist abbildbar
  • Kunde kann Inhalte selbst pflegen, das vertraute Backend senkt deinen Support-Aufwand
  • Open Source und kostenlos im Kern, dazu Wartungsverträge als planbares Folgegeschäft

Grenzen

  • Dauerhafte Pflege nötig, ungewartete Plugins werden schnell zum Sicherheits- und Performance-Problem
  • Plugin-Wildwuchs und schwere Page-Builder drücken oft Ladezeit und Core Web Vitals
  • Qualität hängt stark am Setup, viele Bestandsseiten sind technisch und gestalterisch veraltet

WordPress passt, wenn dein Kunde Inhalte selbst pflegen will, ein klares Budget für laufende Wartung mitbringt und du das Folgegeschäft als Retainer einplanst, weniger geeignet ist es für Kunden, die eine wartungsarme Seite ohne jede Betreuung erwarten.