Wireframe
Ein Wireframe ist der schematische Bauplan einer Website oder App: Es legt Struktur, Anordnung und Hierarchie der Elemente fest, bewusst ohne Farben, Schriften oder fertige Bilder. Es klärt also, was wohin gehört, bevor es ums Aussehen geht.
Für dich als Webdesigner ist das Wireframe das Werkzeug, mit dem du die teuren Diskussionen nach vorne ziehst. Wenn ein Kunde erst ein fertiges Design sieht, redet er über Blautöne und Logos, statt über die eigentliche Frage: Versteht ein Besucher in fünf Sekunden, was das Unternehmen anbietet, und findet er den Weg zur Anfrage? Genau diese Fragen klärst du im Wireframe, wo eine Änderung Minuten kostet und nicht einen halben Designtag. Üblich ist die Stufung von Low-Fidelity (grobe Kästen, oft sogar mit Stift auf Papier oder in Figma) bis High-Fidelity (echte Abstände, Platzhaltertexte, klickbare Verlinkung). Spätestens beim High-Fidelity-Wireframe gehst du in den responsiven Aufbau, also wie sich die Anordnung von Desktop auf Mobile umsortiert.
In der Akquise hat das Wireframe noch eine zweite, oft unterschätzte Rolle. Wenn du einem lokalen Betrieb mit veralteter Seite ein Angebot machst, überzeugt eine schnelle Strukturskizze fast immer mehr als eine Liste von Mängeln. Du zeigst nicht nur, dass die alte Startseite den Anruf-Button versteckt, du zeigst direkt, wie die neue aussehen könnte, ohne dass du schon ein komplettes Design vorfinanzierst. Damit machst du dein Honorar nachvollziehbar und nimmst dem Kunden das Risikogefühl. Genau hier setzt findflix an: Die Vision-Analyse legt offen, welche Strukturprobleme eine Lead-Seite hat, und liefert dir die konkreten Schwachstellen, die dein Wireframe-Vorschlag dann aufgreift.