Webhook
Ein Webhook ist eine automatische HTTP-Benachrichtigung, die ein Dienst an eine von dir hinterlegte URL schickt, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. Statt selbst ständig nachzufragen, ob etwas Neues da ist, wirst du in dem Moment informiert, in dem es passiert.
Für dich als Webdesigner ist ein Webhook der Klebstoff, der die Website deiner Kunden mit allem anderen verbindet, ohne dass jemand etwas abtippen muss. Schickt ein Besucher das Kontaktformular ab, schließt jemand eine Bestellung im Shop ab oder geht über Stripe eine Zahlung ein, dann feuert der jeweilige Dienst einen Webhook und dein Endpunkt reagiert sofort. Während klassisches Polling bedeutet, dass eine Anwendung in festen Abständen immer wieder fragt „gibt es was Neues?“ und dabei meist leere Antworten produziert, wartet der Webhook einfach, bis wirklich etwas passiert. Das spart Last, reduziert unnötige Anfragen und sorgt dafür, dass eine Lead-Mail oder der CRM-Eintrag in Echtzeit ankommt statt mit Verzögerung.
Praktisch wird das vor allem, wenn du Tools verkettest: Formular-Plugin in WordPress, Zahlungsanbieter, Newsletter-Tool und ein Automatisierungsdienst wie Make oder Zapier hängen oft über Webhooks zusammen. Genau hier liegt aber auch ein Verkaufsargument für dich. Wenn beim Kunden Anfragen versanden, weil das Formular nur eine Mail an ein nie geprüftes Postfach schickt, kannst du mit einem Webhook jeden Lead direkt ins CRM oder in einen Slack-Kanal kippen. Wichtig ist dabei, dass dein Endpunkt erreichbar bleibt und die Signatur des Absenders prüft, damit niemand gefälschte Daten unterschiebt. Ein Webhook, der ins Leere läuft, weil die URL nach einem Relaunch nicht mitgezogen wurde, verliert echte Anfragen, und genau solche stillen Datenlecks sind ein Punkt, den du bei einem Audit aufdecken und beheben kannst.