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Redirect 301

Ein Redirect 301 ist eine dauerhafte Weiterleitung: Der Server sagt Browser und Suchmaschine, dass eine URL endgültig auf eine andere umgezogen ist. Anders als beim temporären 302 wird dabei die Linkkraft, also Backlinks und Ranking-Signale, auf die neue Adresse übertragen.

Für dich als Webdesigner ist der 301 das wichtigste Werkzeug bei jedem Relaunch und jedem Domainwechsel. Wenn ein Kunde von einer alten Seitenstruktur, einem neuen CMS oder einer neuen Domain auf etwas Frisches umzieht, ändern sich fast immer die URLs. Ohne saubere 301-Weiterleitungen von jeder alten Adresse auf das passende neue Ziel laufen Besucher und Google in den Fehler 404, und die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit verpufft. Genau hier entsteht der Schaden, den niemand sofort sieht: Der Kunde freut sich über die schöne neue Website, drei Monate später bricht der Traffic ein, und die Schuld landet schnell beim Designer. Ein 301 pro alter URL auf das thematisch nächste neue Pendant rettet die Backlinks und die Platzierungen über den Umzug hinweg.

Praktisch heißt das: keine pauschale Weiterleitung aller alten Seiten auf die Startseite, sondern eine echte Zuordnung Seite für Seite. Vermeide Ketten, bei denen eine URL erst auf eine zweite und dann auf eine dritte zeigt, denn jede Station kostet Crawl-Budget und schwächt das Signal. Setze außerdem deine internen Links direkt auf die finalen Ziele, statt sie über den Redirect laufen zu lassen. Google empfiehlt, 301-Weiterleitungen mindestens ein Jahr stehen zu lassen, damit der Umzug im Index ankommt. In der Akquise ist das übrigens ein konkreter Aufhänger: Eine alte Kundenseite voller toter Links und ohne Weiterleitungen aus dem letzten Relaunch ist ein klares Signal, dass technisch jemand nachsehen sollte, und ein guter Einstieg in dein Gespräch.