PWA
Eine PWA (Progressive Web App) ist eine Website, die sich wie eine native App verhält: Sie lässt sich aufs Smartphone-Homescreen installieren, funktioniert dank Service Worker auch offline und kann Push-Nachrichten senden, ohne über App Store oder Play Store zu laufen.
Technisch ist eine PWA keine Magie, sondern eine ganz normale Website plus drei Bausteine: einen Service Worker (der Netzwerkanfragen abfängt und Inhalte zwischenspeichert), ein Web App Manifest (Name, Icon, Startbildschirm) und Pflicht-HTTPS. Sobald das vorliegt, kann ein Nutzer die Seite per „Zum Startbildschirm hinzufügen“ wie eine echte App installieren, sie startet im Vollbild ohne Browser-Leiste und lädt bei schlechter Verbindung trotzdem. Für dich als Webdesigner heißt das: Du verkaufst App-Feeling, ohne zwei native Apps für iOS und Android bauen und pflegen zu müssen.
Im Pitch ist eine PWA ein dankbares Upsell-Argument, gerade bei Kunden, die „eigentlich eine App wollten“. Du erklärst, dass eine ordentlich gebaute PWA Ladezeiten verbessert, einen Platz auf dem Homescreen bekommt und bei Wiederbesuchern erneuten Kontakt über Push-Benachrichtigungen ermöglicht. Realistisch lohnt sich der Aufwand vor allem bei Seiten mit wiederkehrenden Besuchern, etwa Buchungs- oder Bestellseiten von Restaurants, Friseuren oder Fitnessstudios, nicht bei der klassischen Fünf-Seiten-Visitenkarte.
Wichtig für den Beratungstermin: Apple ist die Bremse. Web-Push funktioniert auf dem iPhone nur, wenn die PWA über Safari auf den Homescreen gelegt wurde, nicht in einem offenen Tab. In der EU hat Apple unter dem Digital Markets Act zeitweise an der Homescreen-Installation geschraubt, weshalb das Verhalten je nach iOS-Version schwanken kann. Versprich einem Kunden also keine „App im App Store“ und keine garantierten iPhone-Pushes, sondern teste die konkrete Konstellation, bevor du es in ein Angebot schreibst.