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Akquise & Vertrieb

Lead

Ein Lead ist ein potenzieller Kunde, dessen Kontaktdaten du erfasst hast und der grundsätzlich als Interessent für deine Webdesign-Leistung in Frage kommt. Erst durch Qualifizierung und Erstkontakt wird daraus ein konkreter Verkaufsvorgang.

Für dich als Webdesigner ist ein Lead der Rohstoff deiner Akquise: ein lokaler Betrieb mit veralteter Website, eine Praxis ohne mobile Optimierung, ein Handwerker, dessen Seite seit Jahren stillsteht. Wichtig ist die Unterscheidung nach Wärmegrad. Ein kalter Lead kennt dich nicht und hat dir nichts erlaubt, ein warmer Lead hat sich aktiv gemeldet, etwa über ein Kontaktformular oder einen Lead-Magnet. Dieser Unterschied ist nicht nur vertrieblich relevant, sondern bestimmt in Deutschland direkt, wie du den Lead überhaupt kontaktieren darfst.

Das Sammeln und Speichern von Lead-Daten ist nach DSGVO an eine Rechtsgrundlage gebunden. Öffentlich zugängliche Geschäftskontakte aus Branchenverzeichnissen oder von Firmenwebsites kannst du in der Regel auf das berechtigte Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, ErwG 47 nennt Direktmarketing ausdrücklich) stützen, musst dabei aber Datenminimierung und Informationspflichten beachten. Der eigentliche Engpass ist die Ansprache: Werbe-E-Mails brauchen nach § 7 UWG fast immer eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (Opt-in), im B2C wie im B2B. Telefonische Kaltakquise ist im B2B nur ausnahmsweise zulässig, wenn eine mutmaßliche Einwilligung im Sinne von § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG vorliegt, also ein sachlicher Bezug zum Geschäft des Angerufenen. Verstöße können abgemahnt werden. Deshalb gilt: einen kalten Lead darfst du recherchieren und qualifizieren, aber den Erstkontakt sorgfältig und rechtssicher gestalten.