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Web-Analyse & Daten

Google Analytics 4 (GA4)

Google Analytics 4 (GA4) ist die aktuelle, ereignisbasierte Version von Googles kostenlosem Webanalyse-Tool, die im Juli 2023 den Vorgänger Universal Analytics abgelöst hat. Statt Seitenaufrufen und Sitzungen erfasst GA4 jede Nutzeraktion als einzelnes Event über Websites und Apps hinweg.

Für dich als Webdesigner ist GA4 zweimal relevant: als Argument im Verkaufsgespräch und als Pflichtbaustein bei jedem Relaunch. Viele lokale Unternehmen haben nach der Universal-Analytics-Abschaltung 2023 entweder gar nichts mehr eingebaut oder ein automatisch generiertes GA4-Property, das niemand konfiguriert hat. Heißt: Sie zahlen für Google Ads, wissen aber nicht, welche Seite Anfragen bringt. Genau hier kannst du Mehrwert zeigen, indem du beim Relaunch nicht nur ein Tracking-Snippet setzt, sondern echte Conversions definierst, etwa Klick auf die Telefonnummer, abgeschicktes Kontaktformular oder Routenplaner-Klick. Das macht aus einer hübschen Website eine messbare, und genau das rechtfertigt einen höheren Preis und einen anschließenden Betreuungs-Retainer.

Wichtig für den deutschen Markt: GA4 ist in Deutschland nicht ohne Weiteres erlaubt. Du brauchst eine aktive Einwilligung über ein Cookie-Banner, bevor der Tracking-Code lädt, einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google und eine korrekte Datenschutzerklärung. Die IP-Anonymisierung ist in GA4 zwar standardmäßig aktiv und nicht mehr abschaltbar, trotzdem fließen pseudonymisierte Daten in die USA, weshalb der Consent-Mode-v2-Mechanismus seit März 2024 für jeden Pflicht ist, der parallel Google Ads nutzt. Wenn du eine Kundenwebsite mit fest verdrahtetem GA4 ohne Banner findest, ist das ein abmahnfähiger Mangel und ein konkreter Aufhänger für deine Akquise.

Praktisch koppelst du GA4 fast immer mit dem Google Tag Manager, weil du darüber Events ohne Code-Deploy nachziehst und das Consent-Tool sauber davorschaltest. Verkauf das nicht als technisches Detail, sondern als Ergebnis: Dein Kunde sieht im Dashboard, welche Landingpage Termine bringt. Damit verlässt du die Bauchgefühl-Diskussion und sprichst über Zahlen, die deine Arbeit belegen.