DNS
DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt einen Domainnamen wie kundenname.de in die IP-Adresse des Servers, auf dem die Website tatsächlich liegt. Ohne korrekte DNS-Einträge findet ein Browser die Seite nicht, egal wie gut sie gebaut ist.
Für dich als Webdesigner ist DNS der Moment, in dem aus deiner Arbeit eine erreichbare Website wird. Wenn du einen Relaunch oder eine neue Seite live schaltest, zeigst du über DNS-Einträge die Domain deines Kunden auf deinen Server oder dein Hosting. Der wichtigste Eintrag ist meist der A-Record, der die Domain direkt mit einer IP-Adresse verbindet, oder ein CNAME, der auf eine andere Domain verweist, etwa wenn du eine Seite über Webflow, Framer oder ein CDN ausspielst. Daneben liegen im selben DNS auch die MX-Einträge für E-Mail und TXT-Einträge für Themen wie SSL-Validierung oder SPF, an die du beim Umzug nicht denken willst, dein Kunde aber sehr wohl, wenn plötzlich keine Mails mehr ankommen.
Der Punkt, der in der Praxis am häufigsten zu hektischen Anrufen führt, ist die Propagation. Eine DNS-Änderung wirkt nicht sofort weltweit, sondern verbreitet sich über Caches, deren Lebensdauer der TTL-Wert steuert. Das kann je nach Einstellung bis zu 48 Stunden dauern. Profitipp für saubere Go-lives: senke den TTL deines Kunden einen Tag vor dem geplanten Umzug auf einen niedrigen Wert, dann greift die Umstellung später deutlich schneller und der Live-Gang wirkt für den Kunden professionell statt zäh.
Im Akquise-Kontext ist DNS außerdem ein stiller Indikator. Wer einen Lead recherchiert, kann an den DNS- und Hosting-Spuren oft ablesen, wie alt und gepflegt das technische Fundament einer Website ist. Eine seit Jahren unveränderte Konstellation passt häufig zu genau den veralteten Seiten, die für dich der beste Anknüpfungspunkt für ein Gespräch sind.