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Web-Analyse & Daten

Conversion-Tracking

Conversion-Tracking misst, wie viele Besucher einer Website eine definierte Zielhandlung ausführen, etwa eine Anfrage absenden, anrufen oder ein Kontaktformular abschicken. Es macht sichtbar, ob eine Seite nicht nur Besucher anzieht, sondern tatsächlich Kunden gewinnt.

Für dich als Webdesigner ist Conversion-Tracking das Werkzeug, mit dem du den Wert deiner Arbeit beweisbar machst. Eine Website, die schön aussieht, ist eine Behauptung. Eine Website, von der du dem Kunden zeigen kannst „vor dem Relaunch kamen drei Anfragen im Monat, jetzt sind es zwölf“, ist ein Argument für Folgeaufträge und höhere Preise. Genau deshalb solltest du Conversion-Tracking nicht als technisches Beiwerk verstehen, sondern als Teil deiner Leistung. Typische Conversions im lokalen Geschäft sind ein abgeschicktes Kontaktformular, ein Klick auf die Telefonnummer, eine Terminbuchung oder eine Routenanfrage zum Standort. In Google Analytics 4 heißen diese gemessenen Zielhandlungen seit März 2024 nicht mehr Conversions, sondern Key Events, das ist nur eine Umbenennung, gemeint ist dasselbe.

Beim Einrichten gibt es einen rechtlichen Punkt, den du beim Kunden nicht überspringen darfst. Tracking, das personenbezogene Daten erfasst, braucht in Deutschland die vorherige Einwilligung des Besuchers, also ein funktionierendes Cookie-Banner mit echtem Consent, bevor irgendetwas lädt. Seit März 2024 ist für GA4 und Google Ads zudem der Google Consent Mode v2 verpflichtend, ohne den Conversions teils gar nicht mehr sauber gemessen werden. Wenn du das Tracking vor der Einwilligung feuerst, baust du dem Kunden ein Abmahnrisiko ein, das ihn am Ende mehr kostet als dein Honorar.

Praktisch heißt das: Klär beim Discovery-Call, welche Handlung für den Kunden überhaupt eine echte Conversion ist, denn ein Friseur misst anders als ein B2B-Maschinenbauer. Richte das Tracking auf diese wenigen relevanten Aktionen aus, statt jeden Klick mitzuschneiden, und nutze die Zahlen als Gesprächsgrundlage für Optimierungen am Wording, an Buttons oder an der Platzierung der Anfrage. So wird aus einem einmaligen Website-Projekt eine laufende Betreuung, die du als Retainer verkaufen kannst.