Conversion-Rate
Die Conversion-Rate ist der Anteil der Website-Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen, also etwa anrufen, das Kontaktformular abschicken oder einen Termin buchen. Du rechnest sie als Conversions geteilt durch Besucher mal 100. Sie zeigt, wie gut eine Seite aus Traffic echte Anfragen macht.
Für dich als Webdesigner ist die Conversion-Rate die ehrlichste Kennzahl, die du hast. Sie übersetzt Gestaltung in eine Zahl, die dein Kunde versteht: nicht „schöner“, sondern „mehr Anfragen aus demselben Traffic“. Eine Seite, die hübsch aussieht, aber den Anruf-Button im Footer versteckt, hat eine schlechte Conversion-Rate, und genau das ist dein Verkaufsargument. Wenn du nach einem Relaunch belegen kannst, dass aus denselben Besuchern doppelt so viele Anfragen werden, rechtfertigst du value-based Preise ganz ohne Bauchgefühl. Die Hebel dafür sind fast immer dieselben: ein klarer Call-to-Action above the fold, eine schnelle Ladezeit, Vertrauenssignale wie echte Fotos und Bewertungen, und ein kurzes Formular statt eines Fragebogens.
Wichtig ist, dass du die Conversion-Rate nicht als Versprechen verkaufst, sondern als Messgröße. Branchen-Durchschnitte (grob 2 bis 3 Prozent für klassische Unternehmensseiten) taugen zur Orientierung, nicht als Garantie, denn der Wert hängt von Suchintention, Trafficquelle und Angebot ab. Ein lokaler Handwerker mit transaktionaler Suche liegt höher als eine Seite, auf der die meisten nur stöbern. Miss deshalb immer den Ist-Zustand vor deiner Arbeit. Nur mit einem Vorher-Wert kannst du die Verbesserung danach belegen, und ein belegter Sprung ist die beste Case-Study für deine nächste Akquise.