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Cache

Ein Cache ist ein Zwischenspeicher, der einmal geladene Inhalte einer Website vorhält, damit sie beim nächsten Aufruf nicht neu vom Server geholt werden müssen. Das beschleunigt die Ladezeit spürbar, sorgt aber dafür, dass Änderungen verzögert sichtbar werden.

Für dich als Webdesigner ist der Cache zugleich Verbündeter und Stolperfalle. Verbündeter, weil er die Seiten deiner Kunden schneller macht: Bilder, Schriften, CSS und JavaScript werden im Browser des Besuchers, auf dem Server und am CDN-Rand zwischengespeichert, statt bei jedem Klick neu übertragen zu werden. Schnelle Ladezeiten zahlen direkt auf die Core Web Vitals und das Google-Ranking ein, ein Argument, das du im Verkaufsgespräch sofort greifbar machen kannst.

Zur Stolperfalle wird der Cache nach einem Relaunch oder einem schnellen Fix. Du lädst die neue Version hoch, die Seite des Kunden sieht aber unverändert aus, und prompt kommt die Nachricht, dass nichts funktioniert. Meistens liegt das nicht an deinem Code, sondern an einer der Cache-Ebenen: am Browser-Cache des Kunden, den du mit einem Hard Refresh per Strg plus F5 leerst, an einem Caching-Plugin wie WP Rocket oder LiteSpeed im WordPress, oder am Edge-Cache eines CDN wie Cloudflare, der eine alte Kopie ausliefert, obwohl der Server längst die neue hat. Bevor du an deiner Arbeit zweifelst, leerst du diese Ebenen der Reihe nach.

Praktischer Reflex: Nach jedem Deployment alle Cache-Schichten purgen und den Kunden bitten, hart neu zu laden, statt ihn raten zu lassen. Genau diese stillen Cache-Probleme sind übrigens ein Grund, warum manche Kundenseite trotz Pflege gefühlt veraltet wirkt, ein Aufhänger, den du in der Akquise nutzen kannst.