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Marketing & Content

A/B-Testing

A/B-Testing stellt zwei Varianten einer Seite oder eines Elements gegeneinander: Hälfte der Besucher sieht Version A, die andere Version B. Wer mehr Conversions bringt, gewinnt. So wird belegt statt vermutet, welches Design tatsächlich besser verkauft.

Für dich als Webdesigner ist A/B-Testing das Werkzeug, mit dem du eine Designentscheidung vom Geschmacksstreit zur belegbaren Aussage machst. Statt mit dem Kunden zu diskutieren, ob der grüne oder der orangene Button besser ist, lässt du beide gegeneinander laufen und zeigst am Ende die Zahl: Variante B hat X Prozent mehr Anfragen über das Kontaktformular gebracht. Getestet wird typischerweise immer nur eine Sache pro Durchlauf, also Überschrift, Hero-Bild, Wording im Call-to-Action oder die Position des Formulars. Sobald du mehrere Dinge gleichzeitig änderst, weißt du am Ende nicht mehr, welche Änderung den Unterschied gemacht hat.

Der ehrliche Haken bei lokalen Kundenseiten: A/B-Testing braucht Traffic, und zwar mehr, als die meisten Handwerker- oder Praxis-Websites haben. Ein valides Ergebnis verlangt grob ein paar Hundert bis über tausend Besucher pro Variante und idealerweise mindestens 100 Conversions je Seite, sonst misst du Zufall statt Wirkung. Faustregel aus der Praxis: unter rund 10.000 Besuchern im Monat wird klassisches A/B-Testing unzuverlässig. Für einen Großteil deiner Kunden heißt das, dass sich der Aufwand schlicht nicht lohnt und du mit erprobten Conversion-Prinzipien, Heatmaps oder direktem Nutzerfeedback weiter kommst. Verkaufe A/B-Testing also nicht reflexhaft als Upsell, sondern nur dort, wo die Besucherzahlen es überhaupt hergeben, etwa bei Shops oder Lead-starken Landingpages mit bezahltem Traffic.